Sich auf die erste Begegnung mit Indien vorzubereiten ist sehr schwierig, fast unmöglich. Ebenso unmöglich ist es, das Land gefühlsmäßig unberührt wieder zu verlassen. Indiens Extreme als alltäglich ansehen und sich schicksalsgefügig dem Unerwarteten hingeben, fällt uns Europäern vermutlich am schwersten.

Ein Autor hat die Straßen indischer Großstädte einmal sehr treffend als „Bühne des Lebens“ bezeichnet. Wahrlich eine unendlich große Bühne, deren Aufführung ungeschönt das wirkliche Leben zeigt. Knallhart, ohne Pause, rund um die Uhr.

Ob überhaupt und in welcher Rolle sich ein Gast aus dem westlichen Kulturkreis auf der „Bühne des Lebens“ wohlfühlt, hängt davon ab, inwieweit es ihm gelingt altvertraute, heimische Wertvorstellungen und Denkweisen über Bord zu werfen. Nicht wenige kehren überfordert dem Schauplatz des verwirrenden Geschehens den Rücken. Andere sehen in Indien für immer das märchenhafte, faszinierende Land ihrer Träume, das wie kein anderes ihr Herz berührt.

von Angela und Helmut Luger

Bühne des Lebens

Oft bewegend, meistens anstrengend und immer unvergesslich

 

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aktualisiert am
29. April 2010