Genau 13.677 Inseln gehören zum größten Archipel der Erde: Indonesien. Wie eine Kette aufgereiht liegen die Inseln entlang des Äquators. Indonesien verbindet Asien mit Australien.
Eine einzige kleine Erhebung des riesigen Staates erkor die weite Welt des Tourismus zur “paradisischen Trauminsel”: Bali. Bereits im 16. Jahrhundert glaubten Seeleute, hier die Erfüllung aller Sehnsüchte gefunden zu haben. Der Mythos Bali war geboren . . . und der Tourismus nicht mehr aufzuhalten.
Bevor im Oktober 2002 ein Bomben-Attentat schließlich das Urlauber-Leben der Insel nahezu zum Erliegen brachte, reisten mehr als eine Million Besucher jedes Jahr nach Bali. Bei nur drei Millionen Balinesen eine erschreckend hohe Quote. Die alte Kultur Balis hat mittlerweile einen schweren Stand gegenüber den Verlockungen der westlichen Welt. Traditions- bewusstsein und Religiosität – jene Eigenschaften, die genau den Reiz Balis ausmachen – fallen oft den harten Dollars zum Opfer.
Das traditionelle Bali gibt es zum Glück auch noch. Nur - man muß es schon suchen. Es liegt versteckt hinter den Toren der weniger populären Tempel, in den Familienanwesen und im dörflichen Hinterland.
von Angela und Helmut Luger
Dollars und Dämonen
Ein Blick hinter die touristische
Kulisse von Bali
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aktualisiert am
7. Juni 2008